Mauke ist eine chronische, multifaktoriell bedingte Dermatitis der Fesselbeuge. Dieser Beitrag fasst Ursachen, klinisches Bild und das tierärztliche Vorgehen zusammen.
Ätiologie und prädisponierende Faktoren
An der Entstehung können mehrere Faktoren beteiligt sein:
- Bakterien, etwa Staphylococcus spp. oder Dermatophilus congolensis
- Pilze (Dermatophyten) und Milben (z. B. Chorioptes)
- UV-Strahlung und Photosensibilisierung, daher häufiger an weißen Fesseln
- chemische oder mechanische Reize
- Störungen der Immunantwort
Dauerhafte Feuchtigkeit, etwa durch nassen Boden, Schlamm oder häufiges Waschen ohne Trocknen, begünstigt die Entstehung.
Klinisches Bild
- Krustenbildung und Exsudation
- Alopezie und Hyperkeratose
- Rhagaden in der Fesselbeuge
- Schmerzhaftigkeit, in manchen Fällen Schwellung der distalen Gliedmaße
Diagnostik und Differenzialdiagnosen
Die Diagnose stützt sich auf Anamnese und klinische Untersuchung. Je nach Befund sind Zytologie, Hautgeschabsel, Pilzkultur oder bakteriologische Untersuchung sinnvoll, um beteiligte Erreger und Parasiten abzuklären. Differenzialdiagnostisch kommen unter anderem Chorioptes-Befall, Photosensibilisierung, immunvermittelte Dermatosen und, bei schweren Kaltblütern, der chronisch-progressive Lymphödem-Komplex in Betracht.
Tierärztliches Management
Das Vorgehen richtet sich nach der Ursache. Im Mittelpunkt stehen:
- Beseitigung auslösender Faktoren: trockene, saubere Haltung, Vermeidung von Reizen
- Entfernung von Krusten nach Einweichen und Reinigung
- gezielte medikamentöse Maßnahmen nach tierärztlicher Entscheidung, bei systemischer Beteiligung Antibiose nach Antibiogramm
- konsequente Hygiene und regelmäßige Kontrolle
Die Prognose hängt von der Ursache und der konsequenten Umsetzung der Maßnahmen ab. Rezidive sind häufig.