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Strahlfäule beim Pferd: Ursachen, Befund und Hufhygiene

Die Strahlfäule ist eine häufige Veränderung des Pferdehufes. Dabei wird das weiche Strahlhorn, vor allem in den Strahlfurchen, durch Mikroorganismen zersetzt. Dieser Beitrag beschreibt Entstehung, Befund und Hufhygiene.

Entstehung und Risikofaktoren

Der Strahl ist bei dauerhafter Feuchtigkeit und Verschmutzung besonders anfällig. Risikofaktoren sind:

  • schlecht gepflegte, feuchte Einstreu mit Kot und Urin
  • seltenes oder unzureichendes Auskratzen der Hufe
  • tiefe, enge Strahlfurchen und ungünstige Hufform
  • wenig Bewegung und mangelhafte Hufbearbeitung

Unter diesen Bedingungen weicht das Horn auf und wird für Mikroorganismen leichter zersetzbar.

Klinischer Befund

  • fauliger Geruch beim Auskratzen
  • schmierige, dunkle Veränderungen des Strahlhorns
  • Hohlräume im Strahl und sich ablösendes Horn

Bei oberflächlichen Veränderungen sind die Pferde meist lahmfrei. Reichen die Veränderungen tief, kann das darunterliegende Gewebe beteiligt sein. Dann können Schmerzhaftigkeit und Lahmheit auftreten, und es ist eine tierärztliche Untersuchung nötig.

Abgrenzung

Differenzialdiagnostisch kommen unter anderem Hufkrebs (Strahlkrebs), Erkrankungen der weißen Linie und Hufabszesse in Betracht. Bei hartnäckigen, tiefen oder proliferativen Veränderungen sollte die Tierärztin oder der Tierarzt die Diagnose stellen.

Management

Zentral sind die Beseitigung der Ursachen und eine konsequente Hufhygiene:

  • tägliches Auskratzen und Kontrolle der Hufe
  • saubere, trockene Einstreu und regelmäßiges Entmisten
  • regelmäßige fachgerechte Hufbearbeitung
  • ausreichend Bewegung
  • bei tiefen oder schmerzhaften Veränderungen: tierärztliche Abklärung und Entscheidung über weitere Maßnahmen